EMDR und Brainspotting

EyeMovementDesentization and Reprocessing ist die wohl bekannteste Methode der Traumaverarbeitung. Sie funktioniert nach dem Prinzip der rhythmischen bilateralen Stimulierung an gut zugänglichen Körperstellen, z.B. den Knien, den Händen oder auch den Augen durch Augenbewegungen, während an das belastende Ereignis gedacht wird. Die Anwendung beschränkt sich also nicht auf Augenbewegungen!

Parallel zu dem Prozessieren der belastenden Erinnerung wird im Rahmen des Behandlungsprotokolls daran gearbeitet, selbst-wertschätzende Kognitionen aufzubauen. Bei Berührungsängsten und als Selbstanwendung zur Beruhigung können die Klienten die Stimulierung selbst durchführen. Eine Voraussetzung für Traumaverarbeitung mit EMDR ist, daß sowohl eine beobachtende Distanz als auch ein Gefühl zur traumatischen bzw. belastenden Erinnerung hergestellt werden können.

Brainspotting wurde von dem New Yorker Psychoanalytiker David Grand aus der EMDR-Anwendung heraus entwickelt. Dabei wird über den "physiologischen Einstiegspunkt Brainspot", der über die Augen und deren Nervenverbindungen zum Gehirn aufgefunden wird eine fokussierte Aktivierung eines emotionalen Zustandes hergestellt, die dann ressourcenbezogen prozessiert wird. "Pendeln" zwischen aktiviertem und ressourcenhaften Zustand erinnert sehr an Somatic Experiencing, das David Grand hiermit methodisch ebenfalls integriert hat.

Weitere Informationen unter www.traumatherapie.de